Dienstag, 17. November 2015



Best of Hessen – Galadinner der Sieger
Kulinarisches Highlight mit den sechs Landessiegern der Hessischen Landeswein-und sektprämierung

Erstmalig präsentierte die Rheingauer Weinwerbung GmbH in Zusammenarbeit mit dem Schlosshotel Reinhartshausen die Siegerweine der Hessischen Landesprämierung in neuer Form:
Am Samstag, den 14. November 2015 wurden die 6 Siegerweine der Hessischen Landesprämierung zu 6 ausgesuchten Gängen im Schlosshotel Reinhartshausen serviert.

Im festlichen Rahmen im Ballsaal von Schloss Reinhartshausen gelang es dem Chef de Cuisine Florian Hirschmann mit außergewöhnlichen Geschmacksvariationen, die Riesling- und Spätburgunder- Weine sowie einen Riesling Sekt, gelungen zu kombinieren. 

Louisa Follrich, die Rheingauer Weinkönigin, führte charmant und fachkundig durch den Abend. Die beteiligten Winzer sprachen zu ihren Weinen die Philosophie ihrer Weingüter an, während Florian Hirschmann die geschmackliche Kombination zwischen Speisen und Weinen beschrieb. 
Sechs Mal präsentierte Florian Hirschmann mit seinem Team des Hotel Schloss Reinhartshausen Speisenkombinationen auf höchstem Niveau, die mit den Weinen der Landessieger perfekt harmonierten.

„Wir wollten die Leistung der Winzer hervorheben und den Gästen die hessischen Spitzenweine und Spitzenküche in besonderen Weise präsentieren. In Zusammenarbeit mit Schlosshotel Reinhartshausen ist uns dies gelungen“, betont Peter Seyffardt, Präsident des Rheingauer Weinbauverbandes.

Der lang anhaltender Applaus aller Teilnehmer für Wein, Küche und Moderation, waren der Endpunkt eines gelungenen Abends, im Dialog zwischen Speisen und Rheingauer Wein auf höchstem Niveau.   

„In Zusammenarbeit mit unseren Sponsoren Selters, Schott Zwiesel, Deutsche See, den Landessiegerweinen der Weingüter Stefan Molitor, Schreiber, Joachim Flick, Klaus Flick, Weinhof Martin, Winzer von Erbach und dem Digestif aus dem Weingut Prinz von Hessen wurde diese hochkarätige Veranstaltung ein besonderer Abend, so Seyffardt weiter.

Zuvor hatten die Gäste und Besucher die Möglichkeit an einer Verkostung in der Kelterhalle des Schlosshotel Reinhartshausen teilzunehmen und neben den Landessiegern der Hessischen Landeswein- und sektprämierung auch die Staatsehrenpreisträger mit einem ausgewählten Sortiment kennen zu lernen.

Dienstag, 12. März 2013

Yahoo folgt Google - Moderne Arbeitswelten?




Rückschritt ins 19. Jahrhundert - oder eine dringende Maßnahme zur Wiederbelebung von Yahoo? Marissa Mayer, die neue Chefin des Internetkonzerns, holt alle Mitarbeiter vom Home Office zurück in die Firmenzentrale. Es ist nicht das erste Mal, daß das Pendel zurückschlägt. Seit Peter Sellers in den 70iger Jahren verkündete, daß der Weg und nicht das Ergebnis der Schlüssel zum langfristigen Erfolg für Unternehmen ist steht auch der Arbeitsplatz in der Diskussion. Aber was ist passiert?
Es sind diesmal nicht die Kostenrechner und Excelsheet-Produzenten, die die Diskussion des Arbeitsplatzes, wie in den letzten Jahren, bestimmen: Gute Mitarbeiter sitzen beim Kunden oder Zuhause, wo sie weniger kosten und immer erreichbar sind. Man nennt es Freiheit! Nein, schlicht der Erfolg von Google zwingt zum Umdenken. Der kokonartige Google-Campus mit kostenlosem Essen und Dienstleistungen wie Reinigung oder Schuhreparaturen lässt die Grenze zwischen Privatem und Beruflichem verschwimmen, um die Mitarbeiter möglichst lange am Arbeitsplatz zu halten: Die Firma kümmert sich doch um alles, warum willst du überhaupt nach Hause gehen?".
Mensch da schreibe ich über die Digital Nomaden und da fällt mir Yahoo in den Rücken. Raymond Fisman, Professor an der Columbia Business School, findet das nachvollziehbar: "Das ist das richtige Signal von einer Chefin, die einen der größten Krisenfälle des Internets wieder auf die Beine bringen will", schreibt er auf cnn.com. Die Kommunikation von Angesicht zu Angesicht findet der Organisationswissenschaftler unersetzlich. Allerdings könne es sein, dass die Maßnahme nicht für alle Yahoo-Mitarbeiter geeignet sei: "Viele von ihnen arbeiten im Kundenservice und dürften zu Innovationen im Konzern ohnehin wenig beitragen."
Und schon kommt aus Deutschland die Weise, dass Heimarbeit für Eltern nicht unbedingt vorteilhaft sei: "Ein geregelter Arbeitstag lässt sich mitunter besser mit Familienaufgaben kombinieren als ständige Erreichbarkeit."
Und bei Google: Rüschensofas, U-Boot-Türen und überall Union Jacks: Die Innenausstattung der renovierten London-Zentrale von Google ist ein irrwitziger Stilmix. Die Sofas und die selbst bewirtschafteten Gärten sind ein zentraler Bestandteil des Konzepts. Auf solche Bereiche kommt es an, wenn man eine intelligente Strategie für die Gestaltung von Arbeitsplätzen verfolgt. Im Google Headquarter in London arbeiten 1250 Leute. Jeder von denen hat einen eigenen Arbeitsplatz - und darüber hinaus gibt es 1250 gemeinsam nutzbare Plätze, also Sitzgruppen unterschiedlichster Größe, wo man sich mit Kollegen zusammensetzen kann. So viele Plätze pro Mitarbeiter gibt es nirgendwo sonst. Normalerweise haben große Unternehmen solche Gemeinschaftsplätze vielleicht für jeden vierten Mitarbeiter. Das ist ja gerade das Kluge an dem Konzept: Wenn die Leute entspannt sind, arbeiten sie effektiver.
Aber mir ist das alles doch sehr fern: Produktionsstätte werden zu Lifestyle-Zentrale umgemodelt. Man muss nicht am Strand hocken, wenn das Büro die Oase ist, ohne lästige Sandkörner zwischen den Tasten, die das Programmieren erschweren - das scheint das Mantra der nordkalifornischen Aufsteiger, die damit ihre Mitarbeiter so lange wie möglich am Arbeitsplatz halten wollen. Selbstredend ist das im Interesse der Unternehmen - und damit auch einer Yahoo-Chefin. Aber davon sind wir Normalsterblichen doch alles sehr entfernt

Bruce Springsteen - Spirit in the Night - Live 1973 in Los Angeles

Warum ist es am Anfang immer am schönsten!

Donnerstag, 28. Februar 2013

Auf Besuch bei der Digitalen Boheme – auch urbane Penner genannt

Sie schufen sich ihre eigene Lebensform und nannten sich Boheme – ganz analog trafen sie sich in Salon´s und Cafe´s. Sie hatten ihre Zeiten, Themen und kümmerten sich nicht um das bürgerliche Leben. Natürlich beneidet sie das Bürgertum. Wer wollte nicht auch mal Künstler sein oder wie ein Künstler Leben, Arbeiten und Lieben. Irgendwann in den 50/60 Jahren des letzten Jahrhunderts sind sie dann ausgestorben. Ihre Ideen sind geblieben. Die Avantgarde ist Tod. Jeder kann ein Held sein und jeder ein Künstler – und sei es nur für einen Tag.
Die urbanen Penner (Eigenbezeichnung), die sich auch gerne als die digitale Bohème oder intelligentes Leben jenseits der Festanstellung sehen, versuchen dieses Lebensbild wiederzubeleben. Man braucht ja angeblich nix mehr. Keine Aktenschränke mehr oder ein Büro. Alles passt in den Laptop. Es ist eine Entscheidung gegen eine Karriere. Welche Karriere auch immer. Die Einkommenssituation der Generation Laptop ist eigentlich als katastrophal zu bezeichnen – man könnte mehr von Selbstausbeutung sprechen. ¼ aller Selbständigen verdienen unter 1000 Euro in Deutschland. Armut mit Internet und Laptop ist noch lange keine Freiheit. War ein Boehmes leben eigentlich nur in Städten denkbar so gilt dies noch mehr für die digitale Boheme. Ihr Zentrum ist Berlin, so lang dort noch die Mieten billig sind und man Cafés findet, die man sich leisten kann. Ein paar Tausende, die in Cafes sitzen und arbeiten verändern nicht die Welt. Berlin, die Start up Stadt bietet ein Leben als ewiges Start up an. Leben als ewige Baustelle – immer erreichbar, immer verfügbar, ohne Alters- oder Krankenversicherung. Eigentlich perfekte Mitarbeiter für die Beratungsfirmen und global Player dieser Welt, die schon lange nicht mehr verstehen, warum jeder Arbeitnehmer einen eigenen Arbeitsplatz und mehr braucht. Schöne neue Welt – wir haben dich so lange gesucht und jetzt endlich im Internet gefunden!

Freitag, 22. Februar 2013

Vertraute Lügen



Im Allgemeinen sage ich was ich denke und meine was ich sage: Ich bin kein boy of the summer und sitze damit im Glashaus, wenn ich das jetzt schreibe, aber was ich regelmäßig im Schwimmbad sehe hat nix mit Baywatch zu tun. Sicher ich bin da eine soziale Randgruppe, weil ich zum Beispiel keine Tätowierung habe und eine Badehose trage, die mir auch paßt: Nur zum Voyeur oder ähnliches werde ich im Schwimmbad nicht und Schönheitspreise werden dort auch nicht vergeben. Wenn dies dann also die Realität ist, warum sieht das in der Fiktion anders aus! Warum gibt es da immer nur schöne Menschen und warum lieben wir es auch noch? Ich denke es ist wie im Tennis – normalerweise hätte ich gewonnen! Und wenn ich nur Zeit hätte, wäre ich auch ein Adonis etc.. Also eigentlich gehören wird dazu und das was da auf meiner Waage ist sowie in meinen Schlafzimmer liegt ist nur eine vorübergehende Erscheinung. So wie es der Sternreporterin klar war, daß eigentlich Clooney gleich an die Bar kommt und Brüderle einfach ein ärgerliches Missverständnis war, daß wegzuräumen ist. Darin liegt wohl auch die Basis unserer Single Gesellschaft – alle warten auf was Besseres! Und sind natürlich eigentlich auch was Besseres. Wenn ich dann die dicken Muttis und Pappis im Babybecken ansehen, dann sehen die eigentlich gar nicht so unglücklich aus. Ihre Kinder sind meist auch kleine Buddhas, aber sie sehen nicht suchend, sondern eher wie angekommen aus. Sie lesen Ihre Bildzeitung, essen ihre Pommes und trinken zu viel Bier. Sie haben kein Problem damit das Clooney nicht um die Ecke kommen wird, obwohl er als Poster am Arbeitsplatz hängt. Sie lieben ihn einfach, auch wenn er ganz weit weg von Ihnen ist. Und Sie glauben auch einfach alles was über ihn in der Zeitung steht. Also ist das Problem vielleicht in meinen Kopf? Ich denke also bin ich – das hat man mir mal über Descartes bei gebracht. Aber was ist wenn Gedanken Flügel bekommen und abheben….. Lesen und schreiben ist meine Droge. Nächste Folge.. Flucht in die Fiktion!