Sonntag, 17. Februar 2013

Fiktive Wahrheiten




Wenn das Fiktive anfängt die Wirklichkeit zu bestimmen – man also nicht mehr weiß was nur gedacht, gesprochen und was wirklich passiert ist, weil es so in den Medien oder einfach nur auf Facebook steht, dann haben wir den geistigen Boden unter den Füßen verloren.
Das Phänomen fing im Fernsehen mit den Privatfernsehn an und wurde dankbar vom öffentlich-rechtlichen übernommen. Sind wir noch bei der Tagesschau, dem Wetter oder schon in der nächsten Talk - Show? Wenn Talkmaster mit immer denselben Schauspielern oder Politikern sprechen und man gar nicht mehr sicher ist, ob es unterschiedliche Themen sind, dann hat die Fiktion schon angefangen/ schon gewonnen. Früher hat die Wirklichkeit die Fiktion bestimmt und man nannte das dann Creativität. Aber irgendwann war jeder ein Creativer und Kommunikation alles. Natürlich hatte alles auch was mit dem Internet zu tun.

Früher suchten wir nach Charakteren bei Shakespeare oder Goethe – heute finden wir sie in US Fernsehserien. Die Darsteller werden unsere Vertraute und Ratgeber im Alltag. Aber welcher Alltag ist das? Hank Moody ist versoffen, raucht und fällt von einer kalifornischen Schönheit in die andere. Das nennt sich Californication und das einzige was einen stört ist der kaputte Scheinwerfer seines Porsches. Mir sind keine Frauen, aber jede Menge Verkehrstaus dort begegnet. Bei Bosten Legal gewinnt sogar immer die Wahrheit und Gerechtigkeit, obwohl doch Richter, Staatsanwälte sowie Rechtsanwälte die Hauptfiguren spielen und nur durch Sex in der Kanzlei unterbrochen werden.
Regel Nummer eins: Rechtsanwälte sind sexy und haben immer Recht. Regel Nummer zwei: Ärzte haben immer Recht und lösen auch wieder jeden Fall. Regel Nummer drei: Sex ist für Ärzte und Rechtsanwälte immer frei Haus zu haben – wobei politisch korrekt hier beide Geschlechter gemeint sind. Wobei wir beim virtuellen Sex angekommen sind.
Es ist glaube ich wie beim Kochen – je mehr Kochshows es gibt, umso weniger können kochen und nehmen dann Fertiggerichte aus der Kühltruhe. Kochshows sind Berichte aus einer untergegangen Welt direkt aus Nachbarschaft. Die eigene Küche, dieser unbekannte Raum, der immer sehr sauber gehalten und Vorzeigestück Nr. 1 jeder Wohnung geworden ist. Hat man Gäste, dann holt man den Cater, der einen dann auch mal die eigene Küche erklären kann. Der Kühlschrank inklusive Ice Crasher und Kaffeemaschine waren dann wohl doch eher nach Farbe, denn nach Nützlichkeit, auch unter den Ausdruck convenient bekannt, ausgesucht. Wobei der Normalverbraucher als Gegenmodel aus Platzmangel zuweilen auch gerne aus der Küche eine Abstellkammer macht mit Waschmaschine und Trockner. Nun gut: Wann kommen jetzt die wahrhaftige Wahrheit, das Kochen und der Sex dran?
Also analog gedacht! So ein Gespräch will ich eigentlich nicht mit Ihnen führen. Natürlich nächste Woche in der nächsten Folge.

Mittwoch, 8. August 2012

Findus und Petterson zu Besuch in der Wingert Vinothek


Kinderlesung am Blaubach

Findus und Pettersson zu Besuch in der Geisenheimer Wingert Vinothek!
Vorlesestunde mit der Journalistin Sabine Fladung

Geisenheim, August 2012. Etwas ganz besonders hat sich Enzo, die Katze der
neuen Geisenheimer Wingert Vinothek im Römerberg 8 ausgedacht: Nicht nur die
Erwachsenen sollen rund um den Rebensaft Spaß haben, sondern auch die
Allerkleinsten sollen zum Zuge kommen.

Am Sonntag den 19. August 2012 findet
in der Wingert Vinothek
Römerberg 8 in Geisenheim
Am Blau Bach im Schatten des Domes
von 16 bis 17 Uhr eine Kinderlesung statt.

Die Rheingauer Journalistin und Autorin Sabine Fladung wird für die Kleinen Sven
Nordquists Buch „Wie Findus zu Pettersson kam“ vorlesen. Für größere Kinder bringt
sie das bekannte Buch der Johannisbergerin Magarete Prüch „Bonifaz, die
Klostermaus mit“.
Sabine Fladung ist selbst Mutter, der mittlerweile erwachsenen Zwillinge Katharina
und Alexander Fladung sowie von Nesthäkchen Robert. Sie arbeitet seit 28 Jahren
als Reporterin für das Rheingau-Echo und für viele andere Zeitungen. Sie hat selbst
auch ein kleines Buch über das „Genießen im Rheingau“ veröffentlicht. Seit über
zehn Jahren ist sie Vorlesepatin der Stadt Oestrich-Winkel und hat schon vielfach in
Kindergärten, Schulen, aber auch in Altersheimen vorgelesen.
Auf die Kinderlesung am Blaubach freut sie sich schon sehr und bringt vielleicht als
Überraschung eine echte Weinkönigin, Tochter Katharina trägt die Winkeler
Weinkrone seit zwei Jahren, mit. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Bei guten Wetter
sitzen wir draußen auf unserem Luftsofa´s, ansonsten mit Blick auf den Dom, halt
drinnen!
Für Rückmeldungen bitte sich an die Wingert Vinothek wenden. Die ersten 10
angemeldeten Kindern bekommen eine Campunade frei!

Pattersson und Findus am Blaubach


Kinderlesung am Blaubach

Findus und Pettersson zu Besuch in der Geisenheimer Wingert Vinothek!
Vorlesestunde mit der Journalistin Sabine Fladung

Geisenheim, August 2012. Etwas ganz besonders hat sich Enzo, die Katze der
neuen Geisenheimer Wingert Vinothek im Römerberg 8 ausgedacht: Nicht nur die
Erwachsenen sollen rund um den Rebensaft Spaß haben, sondern auch die
Allerkleinsten sollen zum Zuge kommen.

Am Sonntag den 19. August 2012 findet
in der Wingert Vinothek
Römerberg 8 in Geisenheim
Am Blau Bach im Schatten des Domes
von 16 bis 17 Uhr eine Kinderlesung statt.

Die Rheingauer Journalistin und Autorin Sabine Fladung wird für die Kleinen Sven
Nordquists Buch „Wie Findus zu Pettersson kam“ vorlesen. Für größere Kinder bringt
sie das bekannte Buch der Johannisbergerin Magarete Prüch „Bonifaz, die
Klostermaus mit“.
Sabine Fladung ist selbst Mutter, der mittlerweile erwachsenen Zwillinge Katharina
und Alexander Fladung sowie von Nesthäkchen Robert. Sie arbeitet seit 28 Jahren
als Reporterin für das Rheingau-Echo und für viele andere Zeitungen. Sie hat selbst
auch ein kleines Buch über das „Genießen im Rheingau“ veröffentlicht. Seit über
zehn Jahren ist sie Vorlesepatin der Stadt Oestrich-Winkel und hat schon vielfach in
Kindergärten, Schulen, aber auch in Altersheimen vorgelesen.
Auf die Kinderlesung am Blaubach freut sie sich schon sehr und bringt vielleicht als
Überraschung eine echte Weinkönigin, Tochter Katharina trägt die Winkeler
Weinkrone seit zwei Jahren, mit. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Bei guten Wetter
sitzen wir draußen auf unserem Luftsofa´s, ansonsten mit Blick auf den Dom, halt
drinnen!
Für Rückmeldungen bitte sich an die Wingert Vinothek wenden. Die ersten 10
angemeldeten Kindern bekommen eine Campunade frei!

Samstag, 26. November 2011

"Mist, mir geht's gut"- Gute Laune-Kabarett mit Knacki Deuser

Der Erfinder von "Nightwash" hat ein Problem: Er ist nicht mies drauf. Der "Gentlemen der Comedy" gibt gewitzt Auskunft über seinen Frohsinn.

4.12./19Uhr Öestrich Winkel, Rheingau, Brentanoscheue, Hauptstraße 134a! Tickets:VVK 18€, Hölle: 13,50€, AK 22€ Online: www.ztix.de/infos/S122124.html

Pressestimmen:

Knacki Deuser: Rentiere schlurfen auf Flipflops
Bonner Rundschau, 21.09.2010

Selten ist Comedy so meisterhaft hintersinnig wie bei Deuser. Mit ungebrochenem Frohsinn dreht er unermüdlich den argumentativen Spieß um und dem vermeintlichen Ernst der Lage eine lange Nase. So komisch hat man schon lange keinen mehr schimpfen hören.

Atemberaubend schnell - herrlich witzig
Weserkurier, 08.11.2010.

"Bin ich überhaupt Deutscher, wenn es mir so gut geht? Da kann doch etwas nicht stimmen! Zwei Stunden lang redet sich Knacki in Rage und nimmt die begeisterten Besucher mit auf seiner rasanten verbalen Reise zwischen Nonsens, Klischees und tiefschwarzem Humor: Vielleicht hat Angela Merkel die Laufzeiten für Atomkraftwerke ja nur verlängert, um die Arbeitsplätze von Leuten wie Homer Simpson zu sichern. Doch Knacki Deuser wäre nicht er selber, wenn er nicht gleich noch Erklärungen für sein positives Denken mitliefern könnte. Ich wohne seit vielen Jahren in Köln. Ja - wir lachen vor dem Aufstehen. Allerdings gesteht Deuser: Nicht alles ist gut, was aus Köln kommt. Statt Staatsarchiv haben wir jetzt ein Informationsloch.

Knacki Deuser: Comedy im Hexenkessel
Aachener Zeitung, 04.10.2010

Knacki Deuser präsentiert ein 90-minütiges Programm mit einem Jahresrückblick voll von Wortakrobatik, skurrilen Tanzeinlagen, pantomimischen Höchstleistungen und beeindruckender Fingerfertigkeit. Der Kölner bezeichnet sich selbst als Comedy-Tourette-Kranker. Ganz nach der Devise Man muss über alles ein bisschen lachen können, redet er sich seine Probleme von der Seele. Der symphatische Kabarettist erzählt von kleinen und großen Katastrophen und das es ihm trotz der vielen Krisen richtig gut: Selbstkritisch fragt er sich auch, ob das überhaupt sein kann. Das Publikum war begeistert und bedankte sich mit tosendem Applaus bei Knacki.

Kathrin Schwedler

Veranstaltungsmanagerin

www.brentanoscheune.de

www.kulturhoelle.de

www.anke-sevenich.de

"Mist, mir geht's gut"- Gute Laune-Kabarett mit Knacki Deuser

Der Erfinder von "Nightwash" hat ein Problem: Er ist nicht mies drauf. Der "Gentlemen der Comedy" gibt gewitzt Auskunft über seinen Frohsinn.

4.12./19Uhr Tickets:VVK 18€, Hölle: 13,50€, AK 22€ Online: www.ztix.de/infos/S122124.html

Pressestimmen:

Knacki Deuser: Rentiere schlurfen auf Flipflops
Bonner Rundschau, 21.09.2010

Selten ist Comedy so meisterhaft hintersinnig wie bei Deuser. Mit ungebrochenem Frohsinn dreht er unermüdlich den argumentativen Spieß um und dem vermeintlichen Ernst der Lage eine lange Nase. So komisch hat man schon lange keinen mehr schimpfen hören.

Atemberaubend schnell - herrlich witzig
Weserkurier, 08.11.2010.

"Bin ich überhaupt Deutscher, wenn es mir so gut geht? Da kann doch etwas nicht stimmen! Zwei Stunden lang redet sich Knacki in Rage und nimmt die begeisterten Besucher mit auf seiner rasanten verbalen Reise zwischen Nonsens, Klischees und tiefschwarzem Humor: Vielleicht hat Angela Merkel die Laufzeiten für Atomkraftwerke ja nur verlängert, um die Arbeitsplätze von Leuten wie Homer Simpson zu sichern. Doch Knacki Deuser wäre nicht er selber, wenn er nicht gleich noch Erklärungen für sein positives Denken mitliefern könnte. Ich wohne seit vielen Jahren in Köln. Ja - wir lachen vor dem Aufstehen. Allerdings gesteht Deuser: Nicht alles ist gut, was aus Köln kommt. Statt Staatsarchiv haben wir jetzt ein Informationsloch.

Knacki Deuser: Comedy im Hexenkessel
Aachener Zeitung, 04.10.2010

Knacki Deuser präsentiert ein 90-minütiges Programm mit einem Jahresrückblick voll von Wortakrobatik, skurrilen Tanzeinlagen, pantomimischen Höchstleistungen und beeindruckender Fingerfertigkeit. Der Kölner bezeichnet sich selbst als Comedy-Tourette-Kranker. Ganz nach der Devise Man muss über alles ein bisschen lachen können, redet er sich seine Probleme von der Seele. Der symphatische Kabarettist erzählt von kleinen und großen Katastrophen und das es ihm trotz der vielen Krisen richtig gut: Selbstkritisch fragt er sich auch, ob das überhaupt sein kann. Das Publikum war begeistert und bedankte sich mit tosendem Applaus bei Knacki.

Kathrin Schwedler

Veranstaltungsmanagerin

www.brentanoscheune.de

www.kulturhoelle.de

www.anke-sevenich.de

www.brentanos-erben.de.tl

Mittwoch, 2. November 2011

Weingut - Tip aus dem Rheingau - Freimuth

Im Schatten von Kloster Hildegard

Am frühen Abend, wenn die Sonne am Untergehen ist, macht es am meisten Spaß, nach Marienthal von Geisenheim hochzufahren. Ist der Rheingau doch eher eng so wird er nach der ersten Anhöhe hier plötzlich breit. Man hat eine wunderbare Aussicht über die Weinberge hinüber nach Bingen und noch viel weiter. Die Sonne scheint im Mittelrhein zu versinken. Oben beim Weingut Freimuth angekommen, das sich am Ortsrand in den Weinbergen befindet, ist man auf gleicher Höhe mit dem Kloster Hildegard, das in der Abenddämmerung einen großen Schatten wirft.

Das Haus der Freimuths ist nicht zu übersehen: in rot gehalten mit großer Terrasse. Alexander Freimuth empfängt einen dort meist gut gelaunt. Die Ernte ist gerade eingefahren und er macht einen äußerst entspannten Eindruck. Wir sitzen in seiner Straußwirtschaft zusammen, die jedoch geschlossen und einfach eingerichtet ist - wenig ist mehr. Im Sommer und Winter werden unkomplizierte Gericht gereicht, die seine Söhne und Freunde servieren.

Alexander Freimuth ist ein Geisenheimer Bob und in seinen Augen spiegelt sich noch heute Jugendlichkeit wieder. Natürlich besonders, wenn er von seiner Jugend spricht. Da war der Rhein zwar dreckig, aber man ging trotzdem Schwimmen. Und so ließ er sich nicht nur im Rhein, sondern auch im Leben treiben. Nach der Schule wollte er Pilot werden. Aber bei der Armee wollte man Ihn dazu nicht ausbilden, weshalb er sich dann gleich von der Bundeswehr verabschiedete und lieber Zivildienstleistender wurde. Damals kein einfacher Schritt. Eine einzige Bewerbung hat er in seinen Leben geschrieben. Sie wurde von der Lufthansa abgelehnt, weil gerade Einstellungsstopp war. Einen Hängegleiter Führerschein hat er später noch gemacht. Einmal Oben sein und sich umgucken, daß wollte er dann doch, auch wenn das Kapital Pilot für ihn verschlossen blieb. Er ging ein wenig auf Wanderschaft. Sein Vater hatte ja noch das kleine Weingut. Also schaute er sich in Kalifornien sowie Frankreich Weingüter an und arbeitet dort etwas mit. „Es ergab sich halt so“ meint lakonisch Freimuth. Er fand sich in Geisenheim zum Studium ein. Drei Monate im Jahr fast nur im Weinkeller sein erschien ihn gar nicht so erstrebenswert. Der Vater bat ihn doch das Weingut zu übernehmen, da er in Rente gehen wollte. Er erinnerte sich an die schönen Momente in Gaillac in Frankreich. Das Arbeiten und trinken mit den dortige Portugiesen Arbeitern war noch ganz in ihm. Er unterschrieb und wundert sich, daß schon am nächsten Tag der Vater ihm mitteilte, daß er nicht mehr für die Arbeit zur Verfügung steht. Winzer studiert, Weingut geerbt und damit blieb nur noch eine Sache zu klären.

Und es ergab sich, daß eine Frau in sein Leben trat. Plötzlich war das sich treiben lassen vorbei. Geheirate und Kinder bekommen. Der klassischste aller Rheingauer Wege war eingeschlagen. Zwar läßt er sich heute noch gerne mit den Kajak durch das Wildwasser oder einfach nur durch den Rhein treiben, aber ansonsten gilt es jeden Tag was für seinen Wein zu tun. Er lächelt 25 Jahre später. Meine Söhne studieren, aber wenn einer den Betrieb übernehmen will kann er den Betrieb morgen haben. Wein machen hat man im Blut, das muß man nicht studieren. Davon ist er überzeugt. In die USA will er nicht mehr. Das Haus zu bauen und dann das Gut nach Marienthal überzusiedeln war eine spontan Entscheidung. Pläne machen, daß ist nicht seine Sache. Ein gutes Bauchgefühl ist ihm wichtiger. Kajak auf den Anhänger und einfach in den Süden fahren. Das würde er jetzt gerne. So war auch sein letzter Urlaub. Die einfachen Dinge liebt er. Anzug und Kravatte bei ihm? Unvorstellbar! Das Weingut verkaufen und ab nach Frankreich? Es gibt keinen Weg zurück. Er lächelt. Er ist hier angekommen – war eigentlich nie weg.